KEIN DENKMAL FÜR GUDRUN ENSSLIN (Christine Brückner)

In ihrer Isolationszelle in Stammheim, spricht Gudrun Ensslin gegen die Wände, gegen das Schweigen ihrer Umgebung an. Ihre geballte Widerstandskraft gegen den Imperialismus, gegen die erstarrten bürgerlichen und männlichen Machtstrukturen, findet keine Entladung mehr; außer in der Konfrontation mit ihr selbst. In den Monaten oder Stunden vor ihrem "Selbstmord" durchlebt sie noch einmal, wie aus einer spontanen Rebellion, auf die der Staat mit überzogener Härte reagierte, ein gnadenloser Kampf entstand.

Mit: Beate Göbel


Regie und Raumkonzept: Ernst Kurt Weigel
video-arts: el.video
Dramaturgie und Recherche: Grischka Voss
Regieassistenz: Kajetan Dick
art director: Clemens Holzleitner
Eine Koproduktion von Beate Göbel und dem bernhard ensemble

Aufführungen:
27.März bis 1.April 2002 im WUK

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Pressestimmen:
"Das bernhard ensemble hat den Abend, begleitet von einer halbdokumentarischen Videoprojektion, zu einer dichten, wilden Stunde arrangiert."
(DIE PRESSE)
"Die Inszenierung von Ernst Kurt Weigel entspricht einer gezoomten Blickführung. Gut durchdacht, gut gemacht."
(DER STANDARD)
"Undurchschaubar."
(KRONEN ZEITUNG)