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10.,13.,14.,17.,20.,21.,24, 27.,28. Jan. '12
Beginnzeit 19:30
Karten: karten@off-theater.at, 0676 360 62 06

>>>Kritik Falter (EMPFOHLEN!), >>> Kritik derStandard.at
>>> Ö1 Kulturjournal, >>> KURIER Champ.-League
>>> Kritik wieninternational.at deutsch / englisch
>>> Kritik Der Neue Merker, >>> Kritik Wiener

ensemble
 
das bernhard ensemble

von Grischka Voss und Ernst Kurt Weigel 1997 gegründet, ist ein Team von Schauspielern, Musikern, Autoren und bildenden Künstlern, das sich zum inhaltlichen Ziel gesetzt hat, wichtige und aktuelle Aspekte unserer Zeit auf der Bühne zu thematisieren. Im Sinne einer kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Formensprache spielt dabei der Aufbau eines fixen Kreises von Künstlern eine wichtige Rolle. 2006 haben wir DAS OFF THEATER gegründet und dort unsere homebase gefunden!
Wir setzen in erster Linie selbstverfasste Stücke und Werke anderer zeitgenössischer Autoren in Szene und verstehen uns als sozialkritische Beobachter, die öffentliches Bewusstsein und Verständnis schaffen wollen, für Verdrängtes, Unterdrücktes und Verborgenes.
Die bestmögliche Form für unsere Inhalte soll hauptsächlich durch die Darstellungsweise der Spieler gefunden und vermittelt werden. Diese agieren in einem minimalistischen Umfeld, in das die Zuschauer räumlich wie energetisch als Teil des Ganzen eingebunden sind.
Wir sind zutiefst davon überzeugt, dass nur im Bereich des Freien Theaters wirklich unabhängige Aussagen und Entwicklungen möglich sind.

das bernhard ensemble forward
nennt sich die Produktion der öffentlichen showings die aus unseren Experimenten hervorgehen: z.B. „TAXI SPEIBER“, oder die Stückverschränkung, „PUZZLE over“. Dabei handelt es sich um Interdramen, die zwischen unseren, mit unserem Ensemble entwickelten, Stückproduktionen stehen.
Die meiste Zeit des Jahres widmen wir uns der theoretischen und praktischen Erforschung und „Neu-entdeckung“ schauspielerischer Arbeitsmethoden, dem Kreativtraining des Ensembles, und der Wiederbelebung performativer Techniken der 70er Jahre. Unser grundsätzliches formales Ziel ist es, eine sinnreiche Verknüpfung zwischen dem „konventionellen“ Schauspiel und der Performance-Art herzustellen.
das bernhard ensemble - kontaktdaten , impressum

Büro im DAS OFF THEATER
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Burggasse 28-32/2, 1070 Wien
T: 523 17 29
H: 0676 940 57 67
M: office@bernhard-ensemble.at

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das bernhard ensemble
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Vereinsadresse: Triester Str. 168, 1230 Wien
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fotocredits
Christian Maricic, Barbara Palffy, Stefan Smidt und Klaus Vhynalek
webdesign & programmierung
Michael Welz

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Wenn David Lynch auf Arthur Schnitzler trifft
WEIT.WAY.LAND im Off-Theater

„Weißt du, die Seele ist ein weites Land. Ich helfe dir, einen Highway draus zu machen“, heißt es in „Weit.Way.Land“, wo Treue auf Betrug, Mystery auf Komödie, Alpenluft auf Showbusiness und Arthur Schnitzlers „Das weite Land“ auf David Lynchs „Lost Highway“ trifft. Eine Kombination, die erstaunlich gut funktioniert. Friedrich und Genia werden zum Schluss Pete und Alice heißen, sie werden nicht mehr dieselben sein. Dazwischen wird durch einen 5-Elemente-Garten spaziert, geliebt, gemordet und ein Berggipfel bestiegen, weil der Großstädter nur in der Natur „the inner truth“ finden kann. Die Inszenierung ist ein permanenter Stilmix, der Psychothrillereffekte mit Lachern aus dem Off unterlegt. Zum Mitlachen!
FALTER 45/11
Die Besten der Besten in der Champions League der Kunst:

Kategorie Theater - Alternativ:
bernhard ensemble - Weit.Way.Land
Eine Arbeit zwischen atemberaubend dichten Szenen und platter Blödelei: Grischka Voss und Ernst Kurt Weigel fusionieren Schnitzlers "Das weite Land" und David Lynchs "Lost Highway" zu einem grellen, kühnen, hochambitionierten Theaterabend. Die Arbeit des bernhard ensemble ist aus Wien nicht mehr wegzudenken.

Kurier: 25.12.2011


Nestroy-Preis 2001 für die beste OFF-Produktion ("Hain" von Klaus Haberl)
Nestroy-Preis 2002: Vornominierung für den Spezialpreis ("Das Kistenmädchen" von Grischka Voss)
Pressedienst des Bundeskanzleramtes:
SEZUAN.GUT.MENSCH: das bernhard ensemble denkt Brecht brillant weiter
...
An vielen Litfasssäulen und Plakatwänden in Wien sticht derzeit ein von der Schauspielerin Kristina Bangert hervorragend gezeichnetes knallgelbes und rotes Plakat ins Auge: "SEZUAN.GUT.MENSCH. nach B. Brecht".

Gezeigt wird nicht sein klassisches Stück, wo die Götter ins chinesische Sezuan kommen, um gute Menschen zu finden, die ein menschenwürdiges Dasein leben können, damit die Welt so bleibe, wie sie ist. Der einzige gute Mensch, den sie schließlich finden, ist die Hure Shen Te, die allerdings nur in der Maske des bösen Vetters Shui Ta überleben kann, nachdem sie dem stellungslosen Postflieger Yang Sun in Liebe verfallen ist. Schwanger geworden kann sie in ihren alten Beruf nicht mehr ausüben, mit der Entlarvten kennt die getäuschte Gesellschaft kein Erbarmen. Die Götter erteilen dem einzigen guten Menschen, der ihnen begegnet ist, die Erlaubnis, weiterhin seine böse Seite zu zeigen, damit er überleben kann und machen sich aus dem Staub.

Diese berühmte Geschichte dient den Schauspielern des bernhard ensembles nur als Grundgerüst. Auf ihm denken und spielen sie Brecht in die Wiener Gegenwart. Losgelöst von seiner Textvorlage entwickeln sie frei improvisatorisch eine heutige Bühnenparabel: Yang (quasi Shen Te) ist hier ein verständnisvoller weicher Stricher, Yin seine harte geschäftstüchtige Schwester. Dann gibt es neben dem attraktiv-lässigen blinden Flieger zum Beispiel den Mann mit "Migrationshintergrund" vom Balkan, eine Schwangere aus der Favoritener Per-Albin-Hansson-Siedlung, die genau weiß, wie man diverse Sozialleistungen lukriert, weiters eine über das allgemeine Weltenelend quasselnde Tussi; einen Neonazi, der hinter seinen brutalen Sprüchen ungeheuer einsam wirkt und einen kleinen zarten Gott, der angesichts dieser Menschen zunehmend verzweifelt.

Diese Aufführung ist wohl die derzeit interessanteste Brecht gewidmete in Wien - sie hätte ihm garantiert gefallen. Zweck von sozial relevanter Kunst müsse es sein, "verwickelte Vorgänge" sichtbar zu machen, meinte er. Und genau das macht das bernhard ensemble mit dieser Aufführung, die kaum dichter gelingen konnte.

Ein Glücksfall.